Putz Gerüstbau
Stuck Farbgestaltung
Trockenbau Wärmedämmung
Estriche Altbausanierung
Betonsanierung Fassadenreinigung
Bautrocknung Restaurierung

Timo Müller - Zum Hochbuchwasen 9 - 72766 Reutlingen/Mittelstadt

Tel. 0 71 27 / 8 86 59 - Fax 97 26 96 - Email:


Über uns...

Wir blicken stolz auf über 20 Jahre Qualität und Leistung im Stuckateur-Handwerk zurück.

1997 wurde dieser Betrieb von Stuckateurmeister Thomas Müller gegründet.

2001 wurde ein neues Betriebsgebäude im Industriegebiet Lachenhau, Hochbuchwasen errichtet.

Am 1.7.2021 hat Stuckateurmeister Timo Müller die Firma übernommen.

Unser Dienstleistungsangebot hat sich auf die zeitgemäßen Anforderungen eingestellt und neue Arbeitsgebiete im Bereich Innenausbau und Restauration integriert.

Langjährige Mitarbeiter, die durch qualifizierte Fachausbildung und ständige Fortbildungsmaßnahmen zu unserem guten Ruf beitragen, gewährleisten für jede Facharbeit optimale Handwerks-Qualität.

Was uns auszeichnet...

  • Langjährige Erfahrung
  • Fortschrittliche Arbeits-Maschinen und Geräte
  • Flexibler Fuhrpark
  • Umfangreiches Materiallager für optimale Baustellenlogistik
  • Eigener Gerüstbau
  • Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern

Verzeichnis

Fließende Betriebsübergabe bei Stuckateur Müller - Führung bleibt in der Familie
Restaurator - Mit Bibel auf derArbeitsbühne
Timo Müller - Mitglied im Nationalteam




Fließende Betriebsübergabe bei Stuckateur Müller in Reutlingen-Mittelstadt - Führung bleibt in der Familie

Fließender Schlagabtausch bei Müllers

Zur Jahresmitte wurde der von Thomas und Anita Müller gegründete Stuckateurbetrieb offiziell von ihrem Sohn Timo Müller übernommen. Was 1997 in einer kleinen, mit anderen Firmen geteilten Fabrikhalle in der Silvanerstraße begann, war der Grundstein des heutigen Betriebes. Mit wachsender Mannschaft und Inventar zog der Betrieb 2001 in die eigens dafür errichtete Lagerhalle im Hochbuchwasen 9.

Die Planung der nächsten Jahre beinhaltet unter anderem einen Neubau neben dem Lager. Dort sollen Kunden in der Zukunft die Verwaltung und eine Ausstellung der Handwerksleistungen vorfinden. Gleichzeitig haben sie dort auch eine Möglichkeit zur Besprechung ihrer Vorstellungen und Wünsche. All dies geschieht zusammen mit einem engagierten Team. Dieses besteht aus der Mutter Anita Müller, die für einen reibungslosen Büroablauf zuständig ist, und den qualifizierten, fleißigen und freundlichen Mitarbeitern. Auch Vater Thomas steht nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite.

Mit dieser Unterstützung freut sich der junge Geschäftsinhaber auf seine neue Herausforderung.

Timo arbeitet schon seit Beginn seiner Ausbildung vor 10 Jahren kräftig mit und leitet diesen auch bereits seit einigen Jahren. Somit gestaltete sich die Übergabe als fließender Prozess.

Ganz nach dem Motto "früh übt sich" griff Herr Timo Müller voller Spaß und Faszination seinem Vater schon im Kindesalter unter die Arme und wurde schon sehr früh mit dem Beruf vertraut gemacht. Mit seinem Fachwissen, Können und Geschick schaffte es der im Jahr 2012 ehemals beste Stuckateurgeselle Baden-Württembergs und zweite Bundessieger sogar in das Nationalteam der Stuckateure. Unmittelbar danach legte er 2014 seine Meisterprüfung ab. Damit noch nicht genug, absolvierte der ehrgeizige, junge Timo Müller 2020 erfolgreich die Prüfung zum Restaurator im Stuckateurhandwerk. So kann neben Putz, Stuck, Trockenbau, Estrichen und vielen weiteren Leistungen nun auch die Sanierung und Erhaltung von denkmalgeschützten Gebäuden zum Leistungsinventar des Betriebes hinzugefügt werden. Wer als Verbraucher also auf Kompetenz, Zuverlässigkeit, Leistung und Qualität wert legt, ist bei der Firma Müller genau richtig. Die Firma beschäftigt derzeit 8 Mitarbeiter und freut sich immer über Zuwachs.


Referenzobjekt: Restaurierung Dorfkirche
Reicheneck


Bearbeitung einer Stuckdecke aus dem 18. Jahrhundert
auf Schloss Weitenburg im Rahmen der praktischen
Restauratorenausbildung von Timo Müller




Restaurator - Mit Bibel auf derArbeitsbühne (2020)


Eine Stuckdecke aus dem 18. Jahrhundert überspannt
den Tagungsraum im ältesten Gebäudetrakt (aus dem
16. Jahrhundert) der Weitenburg - die angehenden
Restauratoren kümmern sich um Risse,
Wasserschäden und Hohlräume unter dem Stuck.
Orestes Klöble zieht für die Interpretation
der Motive die Bibel zurate. Links: Hausherr
Max-Richard Freiherr von Rassler mit Stuckateur
Sebastian Wassmer.

Handwerk. Wie restauriert man Stuckdecken fachgerecht? Schloss Weitenburg ist derzeit ein dankbarer Ort für die Praxis-Ausbildung von künftigen Restauratoren.

Gipser und Stuckateure rechnen normalerweise in Quadratmetern. Hier geht es um Quadratzentimeter. Mit feinen Messerchen und Spachteln stehen die Stuckateurmeister auf der flächenfüllenden Arbeitsbühne im Tagungsraum von Schloss Weitenburg und kratzen, überkopf, Farbe von Voluten, füllen Risse und Hohlräume auf. Einer legt vorsichtig zwei Finger auf eine Stelle, an der er einen Hohlraum vermutet, klopft daneben vorsichtig auf den Stuck. Vibriert das Deckenstück leicht?
Die zehn Stuckateure sind allesamt erfahrene Handwerksmeister. Sie kommen von der Alb, aus Hessen oder auch aus Sachsen. Über mehrere Monate machen sie die Weiterbildung zum Restaurator: An zwei Tagen die Woche gilt es Bauphysik, Chemie und Kunstgeschichte zu büffeln. Den Praxisteil absolviert die Gruppe derzeit auf Schloss Weitenburg. Dort im Hauptgebäude gibt es eine wunderbare Stuckdecke, an der die angehenden Restauratoren vieles lernen, was sie künftig brauchen können.

Arkanthus und Bandelwerk
Das Stuckwerk, das die Decke schmückt, stammt aus dem Spätbarock - "vermutlich am Übergang zum Rokoko", sagt Orestes Klöble, der den Kurs anleitet. Auch das muss ein Restaurator können: nicht nur das Material fachgerecht verarbeiten, sondern auch ein Gespür bekommen für die Motive und die Zeit, in denen sie entstanden sind. Das Bandelwerk ist hier fein ausgearbeitet, geht in Arkanthusblätter über. Allerdings ist das Dekor nicht so üppig und wuchernd übergreifend, wie es im Rokoko der Fall wäre.
Mit auf der Arbeitsbühne, in Jacket und mit Einstecktuch, steht Hausherr Max-Richard Freiherr von Rassler. Für ein über 500 Jahre altes Schloss wie die Weitenburg Sorge zu tragen, sagt er, heißt irgendwo zwischen Wahnsinn und Bankrott einen gangbaren Weg finden zu müssen. Wer alles perfekt richten will, ist bankrott. Und man müsse es ertragen, dass man einfach nie fertig wird mit dem Sanieren.
Mit den Stuckateuren tauscht sich von Rassler über die Motivik der Allegorien in den vier Ecken der Stuckdecke aus. Eine der tugendhaften Damen hält ein Buch in der einen, eine Öllampe in der anderen Hand. Neben ihr steht ein Kranich, der einen Stein in der Kralle hält. Das könnte die Gerechtigkeit sein, vemutet Jens Krauspe, Stuckateurmeister aus Zittau. Tatsächlich ist es die "Wachsamkeit", wie von Rassler weiß. Der Kranich, vor allem aber die Öllampe liefern den entscheidenden Hinweis. Letztere steht für das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen.
Die "Wachsamkeit" steht freilich auf rissigem und instabilem Untergrund. An diesem Vormittag ging es darum, wie man Hohlräume zwischen Stuck und Decke auffüllen kann, sodass diese nicht abplatzen. In dieser Saal-Ecke hat zudem ein Wasserschaden den Putz in Mitleidenschaft gezogen.

Ein Schlachtfeld aus Gips
Zwischen Gläsern und Eimern, Spachteln und Pinseln liegt auf dem Arbeitstisch ein Buch: die Jerusalembibel. Die hat Orestes Klöble mitgebracht, weil im Zentrum der Stuckdecke ein Medaillon prangt, das man nur mithilfe des zweiten Buchs der Makkabäer verstehen kann. Gemeinsam studieren die Stuckateure das Motiv: ein bärtiger Mann - Judas Makkabäus - stellte sich, bewaffnet nur mit einem Dolch, allein einem Heer an Söldnern entgegen. Der entsprechende Text im Makkabäer-Buch sei "ein einziges Gemetzel und Getöte", sagt Klöble. "Fürchterlich." Und weil Judas Makkabäus für seinen Gott kämpft, besteht er gegen die Übermacht, steht in dem Text. "Da geht es in Richtung Propaganda!" merkt einer der Stuckateure an. "Jeder Künstler setzt sowas anders um", sagt Jens Krauspe. Und welche Rolle spielte dabei der Auftraggeber?
Doch diese Frage muss warten. Es ist Mittagszeit. Das "Handwerkervesper" kommt aus der Hotelküche. Und da sind sich die Stuckateure einig: "vom Feinsten!"




Timo Müller - Mitglied im Nationalteam 2012

Timo Müller ist stolz auf sein "Dienstfahrzeug", das er als Teammitglied der
Stuckateur-Nationalmannschaft für zwei Jahre bekommen hat.

"Er putzt sie alle weg"

Timo Müller aus Mittelstadt ist bester baden-württembergischer Stuckateurgeselle. Mit seiner Silbermedaille bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft hat er sich für eine Aufnahme ins "Nationalteam der Stuckateure" qualifiziert.

"Du putzt sie alle weg!" ist das Motto des deutschen Nationalteams der Stuckateure, das zur Vorbereitung auf internationale Wettbewerbe vom Bundesverband Ausbau und Fassade mit finanzieller Unterstützung der Sto-Stiftung im November 2011 ins Leben gerufen wurde. Auf ihrer Homepage ( www.nationalteam-stuckateure.de) wird aktuell über die Trainingsfortschritte und Veranstaltungen berichtet.

Nicht nur im Sport, sondern auch im Handwerk gibt es Europa- und Weltmeisterschaften - 2013 nach 40 Jahren erstmals wieder in Deutschland. Die Vorbereitungen sind bereits voll im Gange. Im Juli 2013 finden in Leipzig die "World-Skills", die Berufsweltmeisterschaften des gesamten Handwerks statt, bei der die besten Nachwuchshandwerker der Welt gekürt werden.

Fünf besonders begabte junge Stuckateure hatten im Herbst die Möglichkeit, sich in Auswahlwettkämpfen und im Bundesleistungswettbewerb des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe für das Nationalteam zu qualifizieren und werden die deutschen Farben vertreten. Das Trainingsprogramm zieht sich durch das ganze Jahr, alle paar Wochen stehen Workshops und Trainingslager an.

Zur Bewältigung der anstehenden Termine wird jedem Mitglied ein Audi A 1 mit den Insignien der Nationalmannschaft als "Dienstfahrzeug" für zwei Jahre zur Verfügung gestellt. Ausserdem sind alle mit standesgemäßer Mannschaftskleidung für die jeweiligen offiziellen Anlässe ausgestattet. Das Team soll nämlich auch den Handwerksberuf des Stuckateurs durch Präsentationen auf diversen Fachmessen, wie aktuell auf der Messe Bau in München, populärer machen. Für eine Schauveranstaltung oder spezielle Vorführungen kann es eigens gebucht werden.

Timo Müller aus Reutlingen-Mittelstadt wurde als zweiter Bundessieger für das Team nominiert. Während seiner Ausbildung als Stuckateur im elterlichen Betrieb erlangte er im Rahmen des Berufskollegs Bautechnik zusätzlich zur Gesellenprüfung die Fachhochschulreife. Als erster Kammersieger erzielte er einen Notendurchschnitt von 1,3.

Das straffe Training bereitet ihm viel Spaß. Es ist sehr lehrreich, auch für seine berufliche Zukunft. Der Mittelstädter hat seit seiner Kindheit jede freie Minute mitgeholfen. Die abwechslungsreiche und produktive Arbeit gefiel ihm schon immer. Durch den unfallbedingten, längeren Ausfall seines Vaters lernte er früh, Verantwortung zu übernehmen. Sein nächstes Ziel ist die Meisterprüfung. Den theoretischen Teil hat er bereits in Reutlingen erfolgreich abgelegt, im Herbst beginnt der praktische Teil in Leonberg.

Firmeninhaber und Vater Thomas Müller ist stolz auf seinen künftigen Nachfolger. Der von ihm 1997 gegründete Stuckateurbetrieb beschäftigt zur Zeit neun Mitarbeiter und startet somit erfolgreich in die zweite Generation.